Fernunterricht » Lernplattform Kriterienliste

Wofür brauchen wir eine Lernplattform?

Zu den Unterschieden und Parallen von Lernplattform (Lernmanagementsystem), Schulserver und einer Dateiablage (Nextcloud z. B.) siehe hier hand Vergleich

Vor der Auswahl muss man sich genau überlegen, welche Funktion(en) diese Plattform haben soll. Vieles ist möglich – einiges ist hier aufgelistet (manches überlappt sich, ergänzt sich ..)

Intutive Bedienbarkeit, Sicherheit, nachvollziebare Strukturen, Rollen („Lehrer“, „Teilnehmer/Schüler“, …) mit Rechtevergabe usw. sind wichtig.

Welche Kosten entstehen? (Modell: Kosten pro Anzahl der SuS oder pauschal pro Laufzeit; Kosten pro Module mit speziellen Funktionen …; Belastung für den Schuletat, … kann man das auf Jahre hinweg planen?)

Dateiablage, Cloud-Speicher:

  • Hier werden nur Dateien zum Download zur Verfügung gestellt.
  • Per Passwort bekommen Personen (SuS, LuL) Zugriff zu einem Dateiverzeichnis. Für LuL ist Download und Upload (Hochladen möglich. Für SuS ist Download und manchmal (!) Upload möglich.

Lernplattform:

  • Es kann etwa „eine Seite“ gestaltet werden (etwa wie im Lernrau-Berlin) für eine bestimmte Lerngruppe.
  • Die Teilnehmer/-innen der Lerngruppe haben per Passwort Zugriff auf dieses „Seite“, wo ihnen geordnet Dateien, kommentierte Links und Texte sowie Grafiken/Bilder angeboten werden.

Ein Lernmanagementsystem (LMS) geht noch etwas weiter (Lenrnplattform und LMS werden oft vermischt, eine Lernplattform kann Elemente eines LMS beinhalten):

  • In einem LMS sind SuS und LuL miteinander interaktiv tätig.
  • LuL können Lernfortschritte der SuS sehen, den Stand der Bearbeitung von Aufgaben durch die SuS, Bewertungen geben nach Bewertungssystemen oder Kompetenzrastern
  • SuS können zusammenarbeiten („kollaborativ“ arbeiten) mit anderen SuS und Gruppenarbeit online realisieren, indem Sie z. B. online Texte erstellen, bearbeiten oder auch Aufgaben bearbeiten und wieder einzeln Prüfungen ablegen.

HInweis: Ein Moodle-System wie der Lernraum-Berlin beinhaltet die Möglichkeit, sowohl als Dateiablage zudienen, als Lernplattform (mit Aufgaben für die SuS), aber hat auch Funktionen als LMS (Kollaboration, Bewertung, Fortschrittskontrolle …)

Welche Bereiche kann eine Lernplattform haben? (Auswahl und vereinfachte Darstellung; Elemente eines LMS sind vorhanden)

Dateien

  1. Text-Bild-Dateien bereitstellen (Download auf den PC oder nur Ansicht auf dem Bildschirm) für SuS
  2. Audiodateien einbetten mit einem Player direkt auf der Lernseite
  3. Audiodateien direkt in der Plattform aufnehmen (Kurze Abspieldauer)
  4. Es gibt eine Dateiablage für die SuS und LuL

Video

  1. Videos einbetten (diese sind dann dort auf der Lernplattform-Seite zu sehen in einem Player; idealerweise kein externes Player-Fenster)
  2. Videos verlinken (Videos werden in einem neuen Fenster oder Tab geöffnet)

Audio

  1. Audiodateien einbetten (eine Player-Leiste wird auf der Lernplattform-Seite angezeigt; kein Externer Player wird benötigt)
  2. Audiodateien können direkt in der Lernplattform aufgenommen werden (Mikrofon notwendig)

Kommunikation und Interaktion/Feedback

  1. SuS und LuL können in Form von Nachrichten miteinander kommunizieren
  2. SuS und LuL können mit einem integrierten Messengerdienst miteinander kommunizieren
  3. SuS und LuL können in einem Forum miteinander kommunizieren (Fragen stellen, Antworten geben und bekommen)
  4. 1 bis 3 ebenso zwischen LuL und Eltern
  5. SuS können Lösungen zu Aufgaben der LUL in Form von Dateiuploads bei LuL in deren Ordnern auf der Lernplattform abgeben

Layout

  1. Erklärende Texte der LuL können in Textfeldern auf einer Seite für die SuS geschrieben werden neben/unter/über die Links, Videos usw.
  2. Textdateien, Links usw. werden visuell durch Abgrenzungen (Linien, Farbfelder, Bilder/Icons) zu Lernangeboten kombiniert („Seiten für Klassen gestalten“)

Administration

  1. Es gibt einen Administrator/eine Administratorin aus dem Kreis der LuL für die Rechteverwaltung und Strukturierung der Oberfläche der Plattform im Rahmen der vogegebenen Möglichkeiten.
  2. Alle Teilnehmenden haben „Rechte“ und „Rollen“: LuL dürfen andere Funktionen ausüben (Texte schreiben, Links anlegen …) als SuS (nur lesen …).
  3. Verschiedene Teilnehmende sehen nur ihnen zugewiesene Bereiche (Klassen) der Lernplattform.
  4. Man kann neue Bereiche (Klassen, Lehrerzimmer, Fachkonferenzen …) anlegen, ihnen LuL zuordnen, und am Schuljahresanfang alle Klassen versetzen … in die nächst höhere Klassenstufe. Eine gute Struktur und nachvollziehbare Ordnung ist hier wünschenswert.
  5. Einzelner SuS sind mitten im Schuljahr nachträglich in die Strulturen anzumelden/einzutragen durch den/die Admin.

[Alle Texte: Thomas Seidel, RF]

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